Ausbildung Chigani
Im April 2009 ging ich mit Chigani zum hiesigen Jagdgebrauchshundeverein. Da ich mich zu dem Zeitpunkt in meiner Jagdausbildung bei der Kreisjägerschaft befand, machte ich mich frohen Mutes an einem Sonntag Morgen zur ersten Stunde auf.
Schon am Parkplatz "informierte" man mich darüber, das dieser Hund mir nur Schwierigkeiten bereiten würde und das obwohl Chigani noch im Auto war und niemand ihn gesehen hatte.
Auf mein Nachfragen hin, in wie weit ich Schwierigkeiten mit ihm zu erwarten hätte, erfuhr ich, das die Rasse Rhodesian Ridgeback nicht zu den "richtigen" Jagdhunden gehört und er ja schließlich keine Prüfung ablegen könne.
Selbst als ich erklärte, das wir den Hund nur selber führen und daher keinen besonderen Wert auf die Prüfung,, sondern nur auf die Ausbildung legen, schüttelten die Jäger den Kopf.
Als ich dann einen Einblick in die Ausbildungsmethoden erhielt, stand für uns der Entschluss fest, das wir Chigani diese Art der Ausbildung nicht zumuten wollen.
Nach Rücksprache mit Chiganis Züchterin Heike Overhage, die uns in diesem Entschluss bestärkte habe ich Kontakt zu der Rhodesian Ridgeback Arbeitsgemeinschaft aufgenommen und am 20. Juni zum erstenmal am Ausbildungswochenende teilgenommen. Dort wurden wir nett aufgenommen und fühlten uns sofort wohl.
Chigani hat dort seine erste Fährte (200m) ruhig und konzentriert zu Ende gelaufen und mit Erfolg beendet.
Auch die zweite Fährte am Sonntag, ca. 400m, wurde gemeistert.
Einige selbstgelegte Fährten zu Hause im Revier und ein weiteres Wochenende im Juli bei der Ridgeback AG folgten.
Im August fuhren Chigani und ich nach Nideggen, wo sich dieses mal die AG traf. Dort sollte Chigani zum erstenmal eine Übernachtfährte ausarbeiten.
Vermutlich war ich nervöser wie Chigani, der ruhig und konzentriert die Fährte erarbeitete und die Sau am Ende fand.
Am 18.8. war es dann soweit. Die erste echte Nachsuche stand an. Ein Waschbär, der krankgeschossen war, musste nachgesucht werden.
Am frühen Morgen setzte ich Chigani am Anschuss an und zielstrebig, als habe er noch nie was anderes gemacht, fand Chigani den mittlerweile verendeten Waschbär in einem Dickicht.
Das wir stolz auf unseren Kleinen sind, versteht sich ja von selbst.